Sentience Politics

Sentience Politics ist eine antispeziesistische Denkfabrik, die sich für eine Gesellschaft einsetzt, in der die Interessen aller empfindungsfähigen Wesen berücksichtigt werden – unabhängig von der Artzugehörigkeit. Um dieses Ziel zu erreichen, bedient sich Sentience Politics eines kritisch-rationalen, empirisch fundierten Ansatzes, um die effektivsten Strategien zur Leidminderung zu identifizieren und umzusetzen.

Sentience (dt. Empfindungsfähigkeit) beschreibt die Eigenschaft, bewusste Erfahrungen zu haben – insbesondere die Fähigkeit, Leid zu empfinden.

Es ist das einzige ethische Kriterium, das alle Menschen unabhängig von ihren kognitiven Fähigkeiten berücksichtigt und willkürliche Diskriminierung ausschließt. Neben Menschen haben auch viele nicht-menschliche Tiere diese Eigenschaft, wie die Verhaltens-, Neuro- und Evolutionsbiologie aufgezeigt haben. Zu den Aktivitäten von Sentience gehören das Starten politischer Initiativen und die Erarbeitung wissenschaftlich fundierter Positionspapiere, mit denen öffentliche Debatten zu wichtigen Themenkomplexen angestoßen und rational geprägt werden sollen.

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Raising for Effective Giving (REG)

Raising for Effective Giving (REG) vereint Poker-Profis der Weltspitze, die ihren positiven Impact auf die Welt maximieren wollen. Dazu verpflichten sie sich, mindestens 2 % ihrer Gewinne – d.h. in der Regel rund 5 bis 10 % ihres Nettoeinkommens – an nachweislich effektive Organisationen zu spenden. Wissenschaftliche Hilfswerk-Evaluatoren zeigen auf, dass dieselbe Spendensumme bei manchen Projekten um ein Vielfaches mehr Menschenleben retten kann als bei anderen. Als „Meta-Hilfswerk“ verbreitet REG die Idee des effektiven Spendens in der Pokerwelt und darüber hinaus: Es existieren mittlerweile REG-Ableger im professionellen Gaming, in den Daily Fantasy Sports sowie im Trading. Im ersten Jahr hat REG mit Ausgaben von lediglich 50’000 $ über 500’000 $ an Spendengeldern für effektive Organisationen generiert – dieser Multiplikatoreffekt begründet die Effektivität des Projekts. Der Tages-Anzeiger hat über unsere „Robin Hoods des Pokers“ berichtet.

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Outreach

Eine größere EA-Bewegung ist gleichbedeutend mit stark ausgeweiteten unmittelbaren Hilfsleistungen und einer höheren Wahrscheinlichkeit, unnötiges Leid letztlich auf globaler Ebene reduzieren zu können. Mit unserem Outreach-Projekt beabsichtigen wir, den Effektiven Altruismus einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen. Zu diesem Zweck sind wir im gesamten deutschen Sprachraum mit Lokalgruppen aktiv. In zahlreichen Städten finden regelmässig Vorträge, Diskussionsabende, Networking-Treffen, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf zentralen EA-Konzepten, etwa der ethischen Berufswahl und der Bedeutung des Spendens für den Aufbau gesellschaftlicher Bewegungen jedweder Art. Damit diese Konzepte schnell Verbreitung finden können, erarbeiten wir einführende Online- und Unterrichtsmaterialien: eine deutschsprachige Landing-Page, Blogbeiträge, Videoaufzeichnungen sowie ein erstes Curriculum.

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Foundational Research Institute (FRI)

Das Foundational Research Institute (FRI) vereint eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern/innen, die sich philosophisch und empirisch mit verschiedenen EA-Strategien befassen und diese zu priorisieren versuchen. Dies ist von großer praktischer Bedeutung, weil unterschiedliche Strategien hinsichtlich ihrer Wirkung um einige Größenordnungen variieren können. Konkret sucht das FRI nach den effektivsten Methoden zur Verringerung unfreiwilligen Leides im Rahmen dystopischer Zukunftsszenarien, denn die (ferne) Zukunft beherbergt vermutlich um viele Größenordnungen mehr leidensfähige Wesen als die Gegenwart. Mit anderen Worten: Da die künftigen Generationen aus sehr viel mehr Individuen bestehen als die aktuelle, liegt ein Zukunftsfokus aus EA-Sicht nahe.

Aktuell untersucht das FRI unter anderem, wie sich (menschliche und künstliche) Akteure mit unterschiedlichen Wertesystemen bzw. Zielen auf optimale Kompromisse einigen können (Spieltheorie), welche Risiken von technologischen Wettrüsten im Bereich der künstlichen Intelligenz ausgehen und wie diese durch internationale Kooperation eingedämmt werden könnten. Die interdisziplinären Erkenntnisse des FRI informieren die strategischen Entscheidungen der EAS, beispielsweise die Lancierung neuer Projekte und die allgemeine strategische Priorisierung. Das FRI kollaboriert eng mit anderen Forschungsinstituten (etwa dem Machine Intelligence Research Institute).

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