„Ein Prozent gegen die globale Armut (1%-Initiative)“

Städtische Volksinitiative der Stiftung für Effektiven Altruismus

Initiativtext

Gemeindeordnung der Stadt Zürich, Art. 2 septies

1 Die Stadt unterstützt hochwirksame Hilfswerke im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit mit einem Prozent ihres Budgets.

2 Mit den zusätzlichen Mitteln soll eine möglichst grosse Wirkung erzielt werden, insbesondere im Bereich der globalen Armut und Gesundheit. Die Stadt unterstützt daher Hilfsprojekte, welche durch unabhängige wissenschaftliche Forschung, insbesondere randomisiert-kontrollierte Studien aus der Entwicklungsökonomie, als kosteneffektiv eingestuft wurden.

3 Die Stadt setzt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten beim Bund und beim Kanton Zürich dafür ein, die Öffentliche Entwicklungshilfe (APD) auf ein Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen.

Download: Initiativbogen (PDF)

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Begründung

Die globale Armut ist eines der wichtigsten ethischen Probleme unserer Zeit: Nach wie vor sterben in Entwicklungsländern jeden Tag 20’000 Kinder – ein Elend, das wir nur ertragen können, weil wir es nicht selbst täglich vor Augen sehen.

Über zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer wollen, dass die Schweiz mehr Entwicklungshilfe leistet (repräsentative ETH-Umfrage „Sicherheit 2015“). Trotzdem investierte die Schweiz 2015 nur 0.52 Prozent des Bruttonationaleinkommens und erreichte damit nicht einmal das UNO-Mindestziel von 0.7 Prozent. Weniger wohlhabende Länder (z. B. die Niederlande, Grossbritannien, Dänemark und Schweden) spenden deutlich mehr als die Schweiz. Als einflussreichste Gemeinde der Schweiz kann sich die Stadt Zürich besonders gut auf Bundesebene dafür einsetzen, die humanitäre Tradition der Schweiz fortzusetzen.

Der Nutzen der Entwicklungshilfe wird immer wieder pauschal infrage gestellt, vor allem medial. In den letzten 10 Jahren wurde jedoch intensiv geforscht und wir wissen heute bedeutend mehr über erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit: Unabhängige Forschungsinstitute haben Hilfsprojekte identifiziert, deren hohe Wirksamkeit durch wissenschaftliche Forschung und insbesondere randomisiert-kontrollierte Experimente („RCT“) mehrfach nachgewiesen wurde. Selbst skeptische Expertinnen und Experten anerkennen die Wirksamkeit dieser Projekte. Die Stadt kann sich auf diese unabhängigen Evaluationen verlassen und einen wissenschaftlichen Beirat beiziehen.

Mit dieser Initiative setzen wir hohe Qualitätsansprüche an Hilfsprojekte und nehmen unsere globale Verantwortung wahr.

Über uns

Die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) ist ein politischer Think-Tank, der ethische Probleme wissenschaftlich fundiert angeht. Die globale Bewegung des Effektiven Altruismus orientiert sich an der Frage, wie wir globale Probleme mit unseren begrenzten Mitteln bestmöglich angehen können. Die EAS setzt sich insbesondere für eine wirkungsorientierte Entwicklungszusammenarbeit ein: Mit der Unterstützung von Fachleuten aus Ökonomie, Politikwissenschaft und Philosophie sowie Experten/innen aus der entwicklungspolitischen Praxis hat unser Autorenteam ein Positionspapier zur evidenzbasierten Entwicklungszusammenarbeit verfasst.


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